Projekt 2014-2015

“Kinderschutz im Gesundheitswesen in Sachsen” (2014/2015)

Die in den durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in den zurückliegenden Jahren geförderten Projekten „Hinsehen – Erkennen – Handeln: Kinderschutz im Gesundheitswesen” sowie „Hinsehen – Erkennen – Handeln: Kinderschutz im Gesundheitswesen in Sachsen” gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen müssen durch die Schaffung entsprechender Strukturen verstetigt werden. Die vorhandenen und neu gegründeten KinderSchutzGruppen bedürfen nun einer weiteren Unterstützung zur Qualitätssicherung.
Angesichts hoher Fallzahlen von akuten Kinderschutzfällen und den damit verbundenen zusätzlichen nichtmedizinischen Leistungen, wird klar, dass nur durch eine personelle Erweiterung eine entsprechende Versorgung geleistet werden kann.
Akteure des Gesundheitssystems haben höchste Bedeutung als Zugangsweg zu hoch belasteten Familien. Nach Einschätzung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen 2010 wird jedoch die Kooperation zwischen Frühe-Hilfe-Anbietern auf der einen Seite und Ärztinnen und Ärzten auf der anderen Seite als gering beurteilt (Renner et al., 2010).
Im Universitäts Kinder-und Frauenzentrum werden zahlreiche Familien mit einem hohen Gefährdungspotential (mütterlicher Drogenkonsum; psychisch kranke Eltern; Risikokinder wie Frühgeborene, Mehrlinge, chronisch kranke Kinder) betreut. Für diese Familien kann mit den gegenwärtigen Ressourcen keine Vermittlung angepasster Hilfen erfolgen. Eine Möglichkeit zum präventiven Kinderschutz bleibt dadurch ungenutzt.
Ziel muss es nun sein, eine medizinische Kinderschutzstruktur zu etablieren. Dabei sollen die in den Vorgängerprojekten gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen genutzt werden. Die Sensibilisierung des Personals für Fragen des Kinderschutzes in den medizinischen Einrichtungen des Freistaates soll weiter vorangetrieben werden. Ebenso sollen Strukturen für die Vernetzung medizinischer Einrichtungen und Einrichtungen der Jugendhilfe und Frühen Hilfen geschaffen und unterstützt werden, um damit vorhandene Ressourcen im Gesundheitswesen und in der Kinder- und Jugendhilfe optimal zu bündeln.
Dabei soll das Konzept für ein „Medizinisches Kinderschutzzentrum” entwickelt werden. Damit soll ein Kompetenzzentrum insbesondere für medizinische Belange des Kinderschutzes entstehen. Es stellt seine fachliche medizinische Expertise allen im Bereich des Kinderschutzes Tätigen zur Verfügung. Der niedrigschwellige Zugangsweg zu den Kindern und Familien soll genutzt werden.
Bestandteil des „Medizinischen Kinderschutzzentrums” ist eine Kinderschutzambulanz, die allen Familien mit erhöhtem Risikostatus offen steht und welche die medizinische Versorgung betroffener Kinder sowie die psychologisch-sozialmedizinische Begleitung ihrer Familien sicherstellt. Die am Universitätsklinikum Dresden vorhandenen personellen und sächlichen Ressourcen sollen mit den Einrichtungen der Jugendhilfe und Frühen Hilfen und des Gesundheitsamtes der Landeshauptstadt zusammenwirken.

Abschlussbericht (2014/2015)

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