Projekt 2012-2013

“Kinderschutz im Gesundheitswesen in Sachsen” (2012-2013)

Innerhalb des Projektes „Hinsehen-Erkennen-Handeln. Kinderschutz im Gesundheitswesen in Sachsen“2012/ 2013 wurde die erarbeitete Struktur in Institutionen und zu Fachpersonen in Sachsen getragen werden, welche beruflich Kontakt zu Kindern pflegen. In Kinderkliniken wird er integrierter Teil des Leistungsauftrages aller dort tätigen Disziplinen sein. Nach allen epidemiologischen Arbeiten ist Kindeswohlgefährdung häufig, wird jedoch zu selten diagnostiziert. Die Diagnose und der nachfolgende Schutz der Opfer setzt neben der Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur Diagnosestellung, fachliche Kenntnisse der verschiedenen Misshandlungsformen, rationale Diagnostik entsprechend aktueller Leitlinien, strukturiertes, fachgerechtes Vorgehen der Verdachtsabklärung, die Erfassung familiärer Risiken und Ressourcen, Rechtssicherheit und Bereitschaft zum multiprofessionellen Handeln voraus.

Im Projektzeitraum wurde die Abstimmung zwischen medizinischer Versorgung und psychosozialen Hilfesystemen erleichtert und die regionalen Strukturen gestärkt. Die pädiatrischen Abteilungen in Sachsen sollten in die Lage versetzt werden, ein strukturiertes und verbindliches Interventionskonzept zu etablieren, das die lokalen Gegebenheiten berücksichtigt und von den Leitern aller beteiligten Kinderkliniken/ -abteilungen und der jeweiligen Geschäftsführung getragen wird.

Das Projekt wurde fachlich und rechtlich getragen von vier Klinken bzw. Instituten des Universitätsklinikums Dresden (Kinderchirurgie, Kinderklinik, Psychosomatik, Rechtsmedizin). Zudem besteht eine Kooperation mit öffentlicher und freier Jugendhilfe. Somit ist ein interdisziplinärer Diskurs gewährleistet. Mit der Kooperation der Bereiche ist zudem garantiert, dass auch die hohe Überschneidung von häuslicher Gewalt und Gewalt in der Familie besondere Berücksichtigung finden.

Die Notwendigkeit eines verstärkten und effektiven Kinderschutzes ist von politischer Seite seit einigen Jahren erkannt und vielseitige Ansätze sind entwickelt worden. Allen klinisch tätigen Ärzten ist der Bedarf zur besonderen Beschäftigung mit dem Thema Kinderschutz deutlich. Die Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin (AG KiM) entwickelte bereits verbindliche Leitlinien für diesen Bereich und empfiehlt dringend die Etablierung einer multiprofessionellen Kinderschutzgruppe an allen pädiatrischen Institutionen, die beruflich mit Kindern zu tun haben.

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Abschlussbericht (2012/2013)