Arbeitsgruppentreffen der sächsischen Kinderschutzgruppen 2016

Arbeitsgruppentreffen der sächsischen Kinderschutzgruppen, 23.11.2016, Sächsische Landesärztekammer Dresden

Programm

Arbeitstreffen_23112016_Aktueller Projektstand

Coenen Emotionale Vernachlässigung

Mit 60 Teilnehmern, welche aus Vertretern der sächsischen Kinderschutzgruppen (Ärzte, Pflegepersonal, Sozialpädagogen, Psychologen), den KoordinatorInnen der Netzwerke für Kinderschutz und Frühe Hilfen aus den einzelnen Regionen, dem Landesjugendamt, Vertretern des Sächsischen Staatsministeriums und weiteren Institutionen bestanden, wurden fachliche und strukturelle Themen rund um den medizinischen Kinderschutz in Sachsen beleuchtet.

Herr Prof. Fitze, neben Prof. Berner einer der beiden Projektleitungen des sachsenweiten Projektes, sprach den Kinderschutzgruppen in seinen einführenden Worten Dank und Anerkennung für die bisher geleisteten Schritte einer Professionalisierung des Kinderschutzes in den sächsischen Kinder- und Jugendkliniken, Kinderchirurgien und Kinder- und Jugendpsychiatrien aus. Mit der Gründung der  27 Kinderschutz­gruppen und der Einführung einer standardisierten Dokumentation im Kinderschutzfall wurde viel geschafft. Jedoch sollte nun vor allem die Vernetzung in den Regionen im Hinblick auch auf die niedergelassenen Kinderärzte weiter vorangetrieben werden. Bislang sei dies noch nicht so gut gelungen, was deshalb als großes Ziel für die nächste Projektperiode zu sehen sei.

Die Projektkoordinatorinnen Frau Krüger und Frau Zschieschang informierten im Anschluss über die genauen Ergebnisse und den daraus resultierenden Aufgaben des Projektes, welche im kommenden Jahr bzw. in den kommenden zwei Jahren realisiert werden sollen (siehe Anhang).

Weiterhin wurde von Frau Dr. med. Coenen (Ärztin der Mutter-Kind-Tagesklinik der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Dresden) ein Fachvortrag zu „emotionaler Vernachlässigung“, welche immer mehr zunimmt, gehalten (siehe Anhang).

Die Kinderschutzgruppen des Universitätsklinikums Dresden und Leipzig, der Kinderkliniken Bautzen und Hoyerswerda und der Kinder- und Jugendpsychiatrien des SKH Rodewischs und des Helios Parkklinikums berichteten anschließend zum Thema „Was gibt es Neues in den sächsischen Kinderschutzgruppen?“.

Danach wurde anhand von vier Fallvorstellungen aus den Kinderschutzgruppen intensiv zum Thema „Geschwister im Kinderschutzkontext“ diskutiert. Ziel sollte es sein, auch den Blick für den Schutz der möglicherweise im häuslichen Kontext verbliebenen Geschwisterkinder zu schärfen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen einzuleiten.

Abschließend konnten die Vertreter der Kinderschutzgruppen die gerade erschienene Aktualisierung des Leitfadens „Vorgehen bei Kindesmisshandlung und –vernachlässigung – Empfehlungen für Kinderschutz an Kliniken – Version 1.6, 11/2016“ entgegennehmen.

Aus verschiedenen Rückfragen im Nachgang des Arbeitstreffens haben wir entnommen, dass großes Interesse an dem entwickleten Flyer zur „Schüttteltraumaprävention“ in Sachsen besteht. Dieser befindet sich gerade in der Fertigstellung. Sobald er verfügbar ist, werden wir Sie umgehend informieren. Auch müssen noch geeignete Wege der Verteilung des Flyers gefunden werden.

Fortbildungsreihe „Kinderschutz in der Kinder- und Jugendarztpraxis“

Veranstalter: Projekt „Kinderschutz im Gesundheitswesen in Sachsen“ in Kooperation mit dem Landesverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Veranstaltungsorte:

Eingeladen wurden alle Kinderschutzgruppen der Kinderkliniken, alle niedergelassenen Kinder- und Jugendmediziner, Kinderchirurgen und Kinderpsychiater, sowie alle Kinder- und Jugendärztlichen Dienste, Allgemeinen Sozialen Dienste der Jugendämter und Netzwerkkoordinatoren für Kinderschutz und Frühe Hilfen in Sachsen.

Wir freuen uns auf regen Austausch mit allen beteiligten Professionen.

Abschlussveranstaltung des Projektes “Hinsehen-Erkennen-Handeln. Kinderschutz im Gesundheitswesen”

  • Praktischer Kinderschutz aus Sicht einer pädiatrischen Klinik  – Heike Reck (Zittau) wird nachgereicht